Das E.T.A.-Hoffmann-Kammerorchester entstand aus der Arbeit der Geigerin Dinah Backhaus und des Cellisten Matthias Wildenhof mit einer Kammermusikgruppe an der Musikschule Wilmersdorf und wird von beiden gemeinsam geleitet. Das Ensemble ent-wickelte sich allmählich zum Kammerorchester, das engagierte Musikliebhaber sowie semiprofessionelle Musiker umfasst.
Der Namenspatron E.T.A. Hoffmann symbolisiert das Anliegen der Orchestermitglieder, sich neben dem Beruf künstlerisch zu betätigen. Hoffmann, der lange Zeit als Jurist im Staats-dienst arbeitete, widmete sich in seiner Freizeit voller Begeisterung seinen verschiedenen künstlerischen Neigungen. Auch wenn er heute vor allem als Dichter bekannt ist, lag wohl sein persönlicher künstlerischer Schwerpunkt auf der Musik. Er war also ein Dilettant im allerbesten Sinne des Wortes. Sein Vorbild gibt die Motivation, in der heutigen Zeit einseitiger Spezialisierungen den künstlerisch vielseitigen Dilettanten positiver zu bewerten.
In seiner Anfangsphase musizierte das Kammerorchester in Schlössern, Kirchen und Klöstern der Berliner Umgebung. 1994 fand eine Konzertreise nach Italien statt, bei der das Orchester sehr gefeiert wurde- 1995 folgte eine erfolgreiche Frankreich-Reise. 1996 spielte das Orchester seine erste CD ein. 1997 führte eine Konzertreise an die Ostsee. 1998 ehrte das Orchester seinen Namenspatron anlässlich seines 222. Geburtstages durch Aufführun-gen des Harfenquintetts und des "Miserere b-moll“. 1999 fanden Konzerte mit namhaften Solisten aus Leipzig und Weimar statt. Im November 2001 kam ein Bachkantaten- Programm zur Aufführung. Im Herbst 2002 ist eine Konzertreise nach Südböhmen geplant.
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